Rechner für Steroidester
250 mg Testosteronenanthat sind nicht 250 mg Testosteron. Ein Teil jedes Milligramms ist die Esterkette, die die Freisetzung verlangsamt, und sie zählt in die Zahl auf der Ampulle hinein. Hier sehen Sie, was Sie tatsächlich liefern, und danach, wie dieselbe Dosis in einem anderen Ester aussieht.
Lesen Sie das zuerst. Anabol-androgene Steroide sind in den meisten Ländern verschreibungspflichtige kontrollierte Substanzen, sofern sie überhaupt legal sind.
Gleiches Hormon, andere Ester
| Ester | Aktiver Anteil | Dosis für dasselbe Hormon | Halbwertszeit |
|---|
Das gelieferte Hormon anzugleichen gleicht die Kurve nicht an. Ein kurzer Ester liefert dieselben Wochenmilligramm in scharfen Spitzen, ein langer als flache Linie. Dieser Unterschied ist meist der eigentliche Grund für einen Wechsel.
Was ein Ester tatsächlich ist
Es ist eine Kette am Hormon, die dessen Freisetzung verlangsamt. Reines Testosteron in den Muskel gespritzt ist binnen Stunden weg. Eine angehängte Fettsäurekette macht das Molekül öllöslich, es bleibt im Injektionsdepot und wird von Enzymen im Blut langsam abgespalten. Je länger die Kette, desto langsamer die Freisetzung und desto länger die Halbwertszeit.
Diese Kette zählt in Ihre Dosis hinein. Ampullen sind mit der Masse des gesamten veresterten Moleküls beschriftet, ein Teil jedes Milligramms ist also Kette. Testosteronpropionat besteht zu etwa 83 % aus Testosteron. Enanthat zu etwa 72 %. Undecanoat liegt bei rund 65 %. Am Etikett ist nichts falsch, es misst nur nicht das, was die meisten annehmen.
Deshalb gehen Esterwechsel schief. Von 100 mg Propionat auf 100 mg Enanthat zu wechseln ist ein Schnitt von rund 13 % beim gelieferten Hormon, zusätzlich zu einer völlig anderen Freisetzungskurve. Man wechselt den Ester, behält die Zahl, fühlt sich anders und gibt der Substanz die Schuld. Die Zahl war nie dieselbe Zahl.
Mischungen machen es schlimmer, nicht besser. Eine als 250 mg beschriftete Mischung sind vier Ester mit vier verschiedenen Anteilen, die auf vier verschiedenen Kurven freisetzen. Das gelieferte Hormon ist ein gewichteter Mittelwert und die Kurve eine Summe, weshalb Mischungen schwer zu titrieren und schwer aus Blutwerten zu lesen sind.
Häufige Fragen
Wie viel echtes Testosteron stecken in 250 mg Testosteronenanthat?
Etwa 180 mg. Die Enanthatkette macht rund 28 % der Molekülmasse aus, 250 mg der veresterten Substanz liefern also etwa 180 mg Testosteron, sobald der Ester im Blut abgespalten ist.
Warum sind 100 mg Propionat nicht dasselbe wie 100 mg Enanthat?
Propionat trägt eine kürzere Kette und besteht zu etwa 83 % aus Testosteron gegenüber 72 % beim Enanthat. Dieselben 100 mg auf dem Etikett liefern als Propionat etwa 83 mg Hormon und als Enanthat etwa 72 mg, ein Unterschied von rund 13 %, noch bevor die Freisetzungskurven überhaupt betrachtet werden.
Welcher Testosteronester liefert das meiste Hormon pro Milligramm?
Unter den gebräuchlichen Injektionsformen Propionat. Seine Kette ist die kürzeste, also ist der geringste Teil jedes Milligramms Verpackung. Suspension ist Testosteron ganz ohne Ester und liefert alles, um den Preis einer Halbwertszeit im Stundenbereich.
Macht ein höherer aktiver Anteil einen Ester besser?
Nein. Es heißt nur, dass Sie für dasselbe Hormon weniger Milligramm brauchen, was sich trivial durch Ändern der Zahl löst. Was sich wirklich unterscheidet, ist die Freisetzungskurve. Ein kurzer Ester erkauft seinen hohen aktiven Anteil mit weit häufigeren Injektionen.
Wie wechsle ich den Ester, ohne meine Dosis zu ändern?
Rechnen Sie aus, wie viele aktive Milligramm Sie derzeit pro Woche liefern, und teilen Sie durch den aktiven Anteil des neuen Esters, um die neue Wochenzahl zu erhalten. Legen Sie dann die Injektionsfrequenz nach der neuen Halbwertszeit fest, denn den alten Plan mit einem anderen Ester beizubehalten ist der Teil, der meist schiefgeht.
Gelten diese Anteile auch für andere Substanzen als Testosteron?
Ja. Der Rechner deckt auch Nandrolon-, Trenbolon-, Boldenon- und Drostanolonester ab. Die Rechnung ist identisch, weil es um Molekulargewicht geht, auch wenn ein Vergleich über verschiedene Ausgangshormone hinweg sinnlos ist, da sie in keiner Dosis austauschbar sind.
Was ist mit Mischungen wie Sustanon?
Eine Mischung sind mehrere Ester in einer Ampulle, das gelieferte Hormon ist also der gewichtete Mittelwert ihrer Anteile und die Kurve die Summe ihrer Kurven. Deshalb sind Mischungen schwer zu titrieren und schwer aus Blutwerten zu lesen, denn ein einzelner Messwert sitzt auf mehreren überlappenden Freisetzungsprofilen.
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Ein Plan auf einer Webseite ist kein Protokoll dessen, was Sie tatsächlich getan haben. OptiPin erfasst jede Injektion gegen den Plan, verfolgt die Substanzen aus diesem Rechner und ordnet Ihre Blutwerte den Wochen zu, zu denen sie gehören.
Sie modelliert außerdem, was diese Seite bewusst nicht tut. Serumspiegel statt Milligramm im Körper: Testosteron in ng/dL je Ester kalibriert, Estradiol in pg/mL samt der Wirkung eines Aromatasehemmers darauf, beides an Ihre eigenen Blutwerte angepasst statt an einen Bevölkerungsdurchschnitt. Weiterhin Schätzungen. Gemessen wird nur im Blutbild.
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